Geschwollene Beine in der Schwangerschaft: Was wirklich hilft

Geschwollene Beine in der Schwangerschaft, Schwangere mit hochgelegten Beinen im Sessel am Fenster des GLŌ Studios Köln

Geschwollene Beine in der Schwangerschaft entstehen durch hormonelle Veränderungen, ein erhöhtes Blutvolumen und den Druck der wachsenden Gebärmutter auf die Beckenvenen. Meist sind sie harmlos. Es hilft, die Beine hochzulagern, sich regelmäßig zu bewegen, ausreichend zu trinken und nach ärztlicher Empfehlung Kompression zu tragen. Plötzliche oder einseitige Schwellungen gehören sofort in ärztliche Abklärung.

Auf einen Blick

Ursachen
Hormonelle Umstellung, mehr Blutvolumen und der Druck der wachsenden Gebärmutter auf die Beckenvenen.
Typisch
Leichte, beidseitige Schwellungen, vor allem im letzten Drittel. Sie nehmen abends und bei Wärme zu und gehen über Nacht zurück.
Hochlagern
Mehrmals täglich für 15 bis 30 Minuten, idealerweise etwas über Herzhöhe.
Bewegung
Spaziergänge, Schwimmen, Fußwippen und Fußkreisen aktivieren die Muskelpumpe in den Waden.
Trinken und Essen
Gleichmäßig trinken und ausgewogen essen. Keine Entwässerungskuren und kein radikales Salzsparen.
Kompression
Nach ärztlicher Empfehlung, fachgerecht angepasst und am besten schon morgens angezogen.
Sofort ärztlich
Plötzliche oder einseitige Schwellungen, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Atemnot oder Herzrasen.
Lymphdrainage bei GLŌ
Ab der 13. Schwangerschaftswoche, sanft in Seitenlage und ganz auf Ihre Schwangerschaft abgestimmt.

Warum so viele Schwangere Wasser einlagern

Wenn die Ringe nicht mehr passen und die Schuhe abends drücken, geht es Ihnen wie sehr vielen Schwangeren. Wassereinlagerungen, medizinisch Ödeme, gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Schwangerschaft, besonders im letzten Drittel und in den Sommermonaten. Dahinter stecken drei Mechanismen, die alle einen sinnvollen Zweck erfüllen:

  • Hormonelle Umstellung: Schwangerschaftshormone, allen voran Progesteron, lockern das Gewebe und weiten die Gefäße. Das ist wichtig für die Versorgung Ihres Babys, führt aber dazu, dass Flüssigkeit leichter aus den Gefäßen ins umliegende Gewebe übertritt.
  • Mehr Blutvolumen: Ihr Körper bildet in der Schwangerschaft deutlich mehr Blut und Körperflüssigkeit, um Kind, Plazenta und Gebärmutter zu versorgen. Diese zusätzliche Flüssigkeit muss transportiert werden, und ein Teil davon sammelt sich bevorzugt dort, wo die Schwerkraft wirkt: in Beinen, Knöcheln und Füßen.
  • Druck der Gebärmutter auf die Venen: Die wachsende Gebärmutter drückt auf die großen Venen im Becken, die das Blut aus den Beinen zurück zum Herzen führen. Der Rückfluss verlangsamt sich, Flüssigkeit staut sich in den Beinen.

Ihr Körper leistet gerade Außergewöhnliches, und die Schwellungen sind meist ein Nebeneffekt dieser Leistung, kein Alarmsignal. Hinnehmen müssen Sie die schweren Beine trotzdem nicht.

Was wirklich hilft: sieben Bausteine für leichtere Beine

1. Beine hochlagern, so oft es geht

Legen Sie die Beine mehrmals täglich für 15 bis 30 Minuten hoch, idealerweise etwas über Herzhöhe. Nachts kann ein Kissen unter den Unterschenkeln helfen. Ab der zweiten Schwangerschaftshälfte empfehlen viele Hebammen zusätzlich die Seitenlage, bevorzugt links, weil sie die große Hohlvene entlastet.

2. In Bewegung bleiben

Langes Stehen und langes Sitzen sind für gestaute Beine das Ungünstigste. Bewegung aktiviert die Muskelpumpe in den Waden, die das Blut Richtung Herz schiebt. Gut geeignet sind:

  • Spaziergänge in Ihrem Tempo
  • Schwimmen und Aquafitness, der Wasserdruck wirkt wie eine sanfte natürliche Kompression
  • Fußwippen und Fußkreisen, wann immer Sie sitzen müssen
  • Schwangerschaftsyoga oder leichte Gymnastik

3. Ausreichend trinken

Es klingt widersprüchlich, stimmt aber: Wer zu wenig trinkt, signalisiert dem Körper Knappheit, und der Körper hält Flüssigkeit eher fest. Trinken Sie gleichmäßig über den Tag verteilt, sofern Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nichts anderes empfohlen hat.

4. Ausgewogen essen statt radikal verzichten

Extremes Salzsparen oder gar Entwässerungskuren sind in der Schwangerschaft nicht angebracht und können sogar schaden. Sinnvoll ist eine ausgewogene, eiweißreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst. Besprechen Sie Ernährungsfragen im Zweifel mit Ihrer Frauenärztin, Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme.

5. Kompression nach ärztlicher Empfehlung

Kompressionsstrümpfe können den Venen spürbar Arbeit abnehmen und werden bei stärkeren Beschwerden häufig verordnet. Lassen Sie sich die Strümpfe fachgerecht anpassen und tragen Sie sie so, wie es ärztlich empfohlen wurde, am besten schon morgens angezogen, bevor die Beine anschwellen.

6. Wärme meiden, Wechselduschen nutzen

Hitze weitet die Gefäße zusätzlich. An warmen Tagen tun kühle Fußbäder, kalte Güsse ab dem Knie abwärts und lockere Kleidung gut. Auf sehr heiße Vollbäder und lange Sonnenphasen verzichten Sie besser.

7. Sanfte Lymphdrainage

Eine sanfte, auf die Schwangerschaft abgestimmte Lymphdrainage nimmt spürbar Schwere und Spannung aus den Beinen und wird von vielen Schwangeren als sehr wohltuend beschrieben. Bei einer unkomplizierten Schwangerschaft behandeln wir Sie ab der 13. Schwangerschaftswoche, gern in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Hebamme.

Diese Warnzeichen gehören sofort in ärztliche Hände

Die allermeisten Schwangerschaftsödeme sind harmlos. Es gibt aber Situationen, in denen Sie nicht abwarten, sondern umgehend ärztlichen Rat einholen sollten:

  • Plötzliche, schnell zunehmende Schwellung, besonders wenn auch Gesicht und Hände stark anschwellen
  • Einseitige Schwellung eines Beins, vor allem mit Schmerz, Spannungsgefühl, Überwärmung oder Rötung, weil eine Thrombose ausgeschlossen werden muss
  • Zeichen von Bluthochdruck: starke Kopfschmerzen, Augenflimmern oder Sehstörungen, Schwindel, Ohrensausen, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit
  • Deutliche, rasche Gewichtszunahme innerhalb weniger Tage
  • Atemnot oder Herzrasen

Dann sofort die Frauenarztpraxis, die Klinik oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren. Diese Warnzeichen können auf eine Präeklampsie oder eine Thrombose hinweisen, und beides muss sofort medizinisch abgeklärt werden. Ihre Sicherheit und die Ihres Babys gehen immer vor.

Wie GLŌ die Behandlung für Schwangere anpasst

Bei GLŌ in der Kölner Innenstadt behandeln wir Schwangere nicht einfach mit dem Standardprogramm. Die Brasilianische Lymphdrainage in der Schwangerschaft ist vom Vorgespräch bis zur Lagerung auf Ihre Schwangerschaft abgestimmt:

Ihr Weg zur Lymphdrainage in der Schwangerschaft

  1. Vorher

    Kurz melden

    Schreiben Sie uns per WhatsApp, in welcher Woche Sie sind und was Sie belastet. Dann klären wir gemeinsam, ob der Zeitpunkt passt.

  2. Ab der 13. Woche

    Den Zeitpunkt wählen

    Bei einer unkomplizierten Schwangerschaft sind Sie ab der 13. Woche herzlich willkommen.

  3. Vorgespräch bei GLŌ

    Wir fragen nach Schwangerschaftswoche, Verlauf und Befinden, bevor wir behandeln, und passen die Behandlung daran an.

  4. 60 Minuten

    Angepasste Behandlung

    Bequeme Seitenlage mit Kissen, nie auf dem Bauch und nie flach auf dem Rücken. Sanfte, langsame Griffe an Beinen, Füßen, Armen und Händen, der Bauch bleibt frei. Wir fragen aktiv nach, wie es Ihnen geht.

Plötzliche oder einseitige Schwellungen lassen Sie bitte sofort ärztlich abklären.

Nach über 10.000 Massagebehandlungen weiß unser Team genau, was Ihrem Körper in der Schwangerschaft guttut. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Woche und Situation haben, schreiben Sie uns vorher per WhatsApp. Wir klären das kurz mit Ihnen, und was Sie beim ersten Termin erwartet, lesen Sie vorab in Ruhe nach.

Sie finden uns in der Sankt-Apern-Straße 17-21, wenige Gehminuten vom Friesenplatz, direkt gegenüber dem Pullman Hotel.

Häufige Fragen zu geschwollenen Beinen in der Schwangerschaft

Ab wann sind geschwollene Beine in der Schwangerschaft normal?

Leichte, beidseitige Schwellungen an Beinen, Knöcheln und Füßen sind vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel sehr verbreitet und meist harmlos. Typisch ist, dass sie abends und bei Wärme zunehmen und über Nacht zurückgehen. Plötzliche, starke oder einseitige Schwellungen sollten Sie dagegen immer ärztlich abklären lassen.

Darf ich in der Schwangerschaft zur Lymphdrainage?

Bei einer unkomplizierten Schwangerschaft ist eine sanfte, angepasste Lymphdrainage ab der 13. Schwangerschaftswoche gut möglich und wird von vielen Schwangeren als sehr wohltuend empfunden. Bei GLŌ besprechen wir Ihre Situation persönlich im Vorgespräch.

Was hilft schnell gegen geschwollene Füße am Abend?

Legen Sie die Beine über Herzhöhe hoch, machen Sie Fußwippen und Fußkreisen und kühlen Sie die Unterschenkel mit einem kühlen Guss oder Fußbad. Auch ein kurzer Spaziergang aktiviert die Muskelpumpe. Regelmäßig angewendet wirken diese Maßnahmen besser als einmalige Aktionen.

Verschwinden die Wassereinlagerungen nach der Geburt wieder?

Ja, in den allermeisten Fällen. Der Körper scheidet die zusätzliche Flüssigkeit in den Tagen und Wochen nach der Geburt nach und nach aus, oft begleitet von vermehrtem Schwitzen und häufigerem Wasserlassen. Wenn Schwellungen Wochen nach der Geburt bestehen bleiben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Gönnen Sie Ihren Beinen eine Pause

Sie möchten sich in der Schwangerschaft wieder leichter fühlen? Unser Team stimmt eine sanfte Behandlung genau auf Ihre Woche ab.


Über die Autorin: Mehrnaz Gorges, Gründerin und Inhaberin des GLŌ Studios in Köln. Sie und ihr Team haben die aus der Presse bekannte GLŌ Effekt Lymphdrainage entwickelt.

Loungebereich im GLŌ Studio Köln mit cremefarbenen Sitzelementen und Bildbänden

Termin

Vom Lesen zur eigenen Behandlung

Sie möchten nicht nur lesen, sondern spüren, wie sich Ihr Körper danach anfühlt? Finden Sie die Behandlung, die zu Ihnen passt, oder stellen Sie uns Ihre Frage direkt per WhatsApp.

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